Rundum gut versorgt
Diabetes, Atemwegs- oder Herzerkrankungen sind chronische Krankheiten, an denen rund 20 Prozent der Deutschen leiden. Wer mit einer chronischen Erkrankung lebt, ist in der Regel auf eine langfristige und regelmäßige Behandlung angewiesen.
Unter dem Namen AOK-Curaplan bietet die AOK Bayern gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten spezielle Behandlungsprogramme, sogenannte Disease-Management-Programme (DMP) an.
Dr. Stefan Wirth, Hausarzt aus Bayreuth, erklärt, worum es bei AOK-Curaplan geht und wie diese Programme den Erkrankten helfen.
Mit der richtigen Behandlung kann auch ein Kind, das an Asthma bronchiale erkrankt ist, nahezu ohne Beschwerden leben und sich ganz normal entwickeln.
© AOK Bayern
„Erstes Ziel von AOK-Curaplan ist es, die Beschwerden, die mit der chronischen Erkrankung verbunden sind, zu verringern und das Fortschreiten der Krankheit aufzuhalten", so Dr. Wirth. Komplikationen, Folgeschäden und Begleiterkrankungen sollen so weit wie möglich vermieden werden. Darüber hinaus soll die Behandlung den Patienten beim Umgang mit seiner Erkrankung unterstützen und ihm Möglichkeiten zeigen, im Alltag besser zurechtzukommen. „AOK-Curaplan stellt den Patienten in den Mittelpunkt", erklärt Dr. Wirth. „Das heißt, die Therapieziele legt man gemeinsam mit dem Patienten fest, abgestimmt auf seine persönliche Lebenssituation und seinen Gesundheitszustand." Die Patienten sind aktiv an ihrer Behandlung beteiligt. Neben regelmäßigen Untersuchungen finden Beratungsgespräche statt und sie erhalten umfassendes Informationsmaterial. Kostenlose Schulungen zum Umgang mit der Erkrankung werden in Absprache mit dem Arzt angeboten. Dies alles trägt dazubei, dass sich die Lebensqualität der Teilnehmerinnen und Teilnehmer verbessert.
„Der behandelnde Arzt koordiniert die gesamte Behandlung. Dazu gehören beispielsweise auch Facharztbesuche. Behandlungsschritte können so besser aufeinander abgestimmt werden", so Stefan Zobel von der AOK-Direktion Bayreuth-Kulmbach.
AOK-Curaplan gibt es für sechs chronische Erkrankungen. In der Region Bayreuth/Kulmbach nehmen derzeit 146 Arztpraxen daran teil. Die Teilnahme ist für Ärzte und Patienten freiwillig. Bayernweit sind etwa 505.000 AOK-Versicherte in ein DMP eingeschrieben.
- Diabetes mellitus Typ 1
Für die Betroffenen ist wichtig, dass die Lebensqualität erhalten bleibt und schwerwiegende Folgeerkrankungen vermieden werden. In der Region gibt es mehr als 520 in AOK-Curaplan Eingeschriebene. - Diabetes mellitus Typ 2
Hier geht es darum, krankheitsbedingte Veränderungen – zum Beispiel an Augen oder Füßen – frühzeitig zu erkennen. Welche Anpassungen des Lebensstils (körperliche Bewegung, gesunde Ernährung) tragen dazu bei? Mehr als 10.000 Typ-2-Diabetiker der Region Bayreuth-Kulmbach nehmen an AOK-Curaplan teil. - Koronare Herzkrankheit
Ziel bei diesem DMP ist es, Beschwerden zu reduzieren und Infarkte oder eine Herzinsuffizienz zu verhindern. Über 4.600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gibt es in unserer Region. - Brustkrebs
Die Begleitung der Patientin beginnt mit dem Zeitpunkt des Verdachts auf Brustkrebs. Neben den körperlichen werden auch seelische und soziale Aspekte in den Blick genommen. Mehr als 560 Betroffene nutzen die Vorteile dieses DMP im Raum Bayreuth-Kulmbach. - Asthma bronchiale
Schwere Asthmaanfälle können lebensbedrohlich sein, deshalb ist eine gezielte Therapie wichtig. An diesem Behandlungsprogramm können Erwachsene, Jugendliche und Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres teilnehmen. Knapp 1.900 Teilnehmer gibt es in unserer Region. - COPD
Wer unter dieser atemwegsverengenden Lungenerkrankung leidet, ist meist im Alltag stark eingeschränkt. Das DMP bietet entsprechende Hilfen für die derzeit über 2.000 eingeschriebenen Betroffenen im Raum Bayreuth-Kulmbach.
Nähere Informationen bekommen Interessierte von ihrem
behandelnden Arzt, im Internet unter www.aok.de/bayern/curaplan
oder telefonisch bei der AOK unter 0921 288-218.
© AOK Bayern
Dr. Stefan Wirth, Vorsitzender des Hausarztvereins Bayreuth – Stadt und Land e. V.
© Dr. Stefan Wirth




